Historie von Refugio VS

Vorläufer der Arbeit von Refugio VS war eine jahrelange ehrenamtliche Beratungsarbeit mit Flüchtlingen durch Pro Asyl in Villingen–Schwenningen. Auf dem Höhepunkt der Balkankriege in den neunziger Jahren kamen zunehmend auch Flüchtlinge aus Bosnien und dem Kosovo in den Landkreis Schwarzwald–Baar. In Schwenningen wurde deshalb ein spezielles Beratungsbüro für diese Flüchtlingsgruppe eröffnet. Zunehmend konfrontiert mit psychischen Problemen, bedingt durch die durch Gewalt erlittenen seelischen Schädigungen, gründete ein kleiner Kreis von verschiedenen Fachleuten 1998 einen Förderverein, der bald darauf mit Hilfe der Diakonie und einer größeren Spendensammlung durch IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhinderung eines Atomkrieges –Ärzte in sozialer Verantwortung) – Ärzte in Baden–Württemberg die Kontaktstelle für traumatisierte Flüchtlinge in der Wehrstraße gründete. Ernst–Ludwig Iskenius und ein ehrenamtlicher Kreis von 5 Fachleuten verschiedener heilberuflicher Richtungen begannen die Arbeit in der Wehrstraße in Räumen der Diakonie im Schwarzwald–Baar–Kreis.

Wichtige Meilensteine in der weiteren Entwicklung:

Februar 1999: Beginn der hauptamtlichen Arbeit von Monika von Mirbach als Sozialpädagogin bei Refugio VS, möglich durch die Zusicherung der Firma Hess, ihre Stelle für 2 Jahre zu finanzieren. Der Stütz–und Förderunterricht für Flüchtlingskinder geht in die Verantwortung von Refugio VS über. Gründung einer Außenstelle in Schramberg.

September 1999: Erste Informationsreise nach Kurdistan. Es folgten weitere im Jahre 2002, 2003, 2005 und 2007. Gerne senden wir Reiseberichte zu.

Mai 1999: Wechsel im Vorsitz des Vereins von Dr. med. Wieland Walther zu Frau Ulrike Treiber, stärkere Anbindung an die evangelische Johannesgemeine, großzügige Überlassung ihrer Gemeinderäume für Gruppenaktivitäten. Ulrike Treiber führte den Verein bis 2006

Januar 2000: Umzug in den Klosterring 1 und räumliche Vergrößerung, Beginn der Gruppenangebote

Mai 2000: Informationsreise in den Kosovo. Gerne senden wir den Reisebericht zu.

September 2000: Verstärkung des hauptamtlichen Teams durch die Dipl. Psychologin  Christine Mattenschlager  zur psychotherapeutischen Begleitung und Behandlung.
Förderung durch die EU (gemeinsames Projekt mit ähnlichen  Zentren in Ulm und Stuttgart)

Ab Sommer 2001: Beginn einer Serie von Workcamps mit internationalen Freiwilligen in Zusammenarbeit mit Service Civil International (SCI).  Insgesamt wurden in vier Jahren  hintereinander erfolgreich diese Workcamps mit Internationalen Freiwilligen durchgeführt, die neben einem Kinderferienprogramm für Flüchtlingskinder zwei Spielplätze komplett wieder aufgebaut haben.

September 2001: Nach Ausscheiden  von Christine Mattenschlager Umwandlung ihrer Stelle in 4 Honorarstellen mit verschiedenen Therapieangeboten.

November 2001: Ernst–Ludwig Iskenius wird in den Vorstand der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAFF) gewählt. Seitdem dort ehrenamtliche Mitarbeit, besonders bei zahlreichen bundesweiten Stellungnahmen zur Flüchtlingspolitik. 

Dezember 2001: 1. Kooperationsprojekt mit der Städtischen Galerie Villingen –Schwenningen und Villinger Schulklassen, weitere Projekte 2004 und 2006.

Januar 2002: Beginn der jährlichen Förderung durch den Schwarzwald–Baar–Kreis

Ab November 2002: Förderung durch den Europäischen Flüchtlingsfond

Juli 2003: 5–jähriges Geburtstagsfest von Refugio VS

Anfang 2004: Mitarbeit und Supervision durch die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin und Kinderärztin Frau Dr. med. Brenneisen–Kubon und damit die Ausweitung unseres Angebotes auf traumatisierte Flüchtlingsfamilien.

August 2005: Gründung des TriRegio–Netzwerkes Psychotraumatologie (TNP), das die Verbesserung der Versorgung traumatisierter Menschen (einschließlich Flüchtlinge), Fortbildung und Kommunikation von Angehörigen verschiedener Heilberufe in diesem neuen Betätigungsfeld im Dreiländereck Nordwestschweiz, Elsass und Südbaden zum Ziel hat.

November 2005: Beginn einer mehrjährigen Fortbildungsveranstaltungsreihe für Sozialarbeiter in Kooperation mit der Michael–Balint–Klinik in Königsfeld. Wird  2007 fortgesetzt.

Mai 2006: Wechsel im Vorsitz des Vereins von Ulrike Treiber zu Frau Dr. Astrid Sterzel, die langjährige Erfahrungen im Bereich der ehrenamtlichen Arbeit mit Russland auf dem Gebiet Gesundheits- und Sozialwesen mitbringt.

Sommer 2008: 10–jähriges Geburtstagsfest von Refugio VS

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